Über uns

Yogaversity steht für Vielfalt. Ausbildung. Tiefe. Intensität. Wachsen. Lebensfreude.

 

Yoga berührt. Durch seine Tiefe, seine Lebendigkeit. Seine Klarheit, Fülle und Leichtigkeit.

Mit einer YogalehrerInnenausbildung tauchst du unter die Oberfläche dieser alten und gereiften und gleichzeitig modernen und pulsierenden Welt. Durch Erfahrung und tiefe Auseinandersetzung erkennst du Zusammenhänge, verstehst du Hintergründe und erlebst du deine ganz eigenen Prozesse auf deinem Yogaweg.

Mag.a Nathalie

Steinlechner-Paulowitsch

Gründerin

Yogatrainerin, PR, Autorin

 

 

Leidenschaft für körperlichen Ausdruck erfasste mich bereits mit 7 Jahren im Ballett- und & Jazzballettunterricht. Meine Praxis war bis ins junge Erwachsenenalter von der Freude an Bewegung, tänzerischen Flows und der dabei entstehenden Verbindung zwischen Körper, Geist und Herz getragen.

 

Meine Eltern - beide Lehrer an Schulen und auch meine wegweisenden Gurus - zeigten mir, dass das Leben ein Ineinandergreifen von unzähligen Möglichkeiten ist. Dass ich die Freiheit habe, jede von ihnen zu ergreifen, wenn der Wunsch danach meinem Herzen entspringt. Sie lebten Offenheit, Toleranz gegenüber der Vielfalt des Lebens und der Menschen, Naturliebe und Selbstbejahung.

 

Das geisteswissenschaftliche Studium in Wien und Australien verdrängte den Tanz in kleine WG-Zimmer mit lauter Musik und emotionalen Moves und hinterließ meist eine Leere und Ausgelaugtheit, die ich nicht zuordnen konnte. Dann klopfte Yoga vorsichtig an meine Tür, und hinterließ mich zu meiner Verwunderung nie leer, immer ruhig, klar, hell, energievoll, friedvoll und ausgeglichen.

 

Nach meinen beiden ersten Geburten und dem erschütternden Tod meiner Mutter 2008 besuchte ich eine Ausbildung zur Yogalehrerin, in erster Linie, um wieder Energie zu schöpfen und Antworten auf brennende Lebensfragen zu finden. Hungrig und dankbar fand ich den Anschluss zu meiner inneren Quelle und meiner Ganzheit wieder. Ich begann, dieses System zu lieben, seine Optionen zu erforschen und - anstatt PR-Texte zu schreiben - Yoga zu unterrichten.

 

Fortbildungen, Immersions, Workshops, Konferenzen, Kongresse mit namhaften und inspirierten Yogamenschen, Bücher, Gespräche und die eigene Praxis sind seither Teil meines Fragens und Antwortens.

 

Mein roter Faden durch ein buntes Leben: die Freude daran, Seele, Geist und Körper zu vereinen und einen tiefsinnigen, lebensbejahenden Kontext zu vielfältigen Lebensthemen herzustellen.

 

Täglich berührt bedanke ich mich bei jeder Seele, jedem Klang und jedem Horizont für ihre vielfältigen Inspirationen.

 

 Agnieszka Wellenger

Schauspielerin,

Stimm- und Präsenztrainerin

 

 

 

 

Da Sein! Klingt einfach – ist es aber nicht!

 

Sich dem gegenwärtigen Augenblick , mit all seinen Facetten, seiner Vollkommenheit und Unvollkommenheit hingeben. Sein. Da- im Moment.

 

 

Um dorthin zu gelangen, bietet das Leben viele Wege. Die Leidenschaft für die Schauspielerei, für mich gleichbedeutend mit der Erforschung des Mensch-seins-mit all seinen Tücken, Freuden, Verwirrungen und Fehlern, war der erste wichtige Weg, den ich einschlug, als ich 2004 meine Schauspielausbildung in Salzburg begann. Und was lernt eine Schauspielerin eigentlich noch, außer wirkungsvoll vor Publikum ihr Handwerk aus zu üben ?

 

 

Präsent- sein!

 

Und diese Präsenz war so viel mehr, als „nur“ Zuschauer für Geschichten zu begeistern… Fortan begann das „Studium der Präsenz“ mich auf weitere verschlungene Pfade zu locken. Der Alltag ließ sich für mich lustvoller und mit mehr Ruhe meistern, wenn ich mich in der Kunst der Gegenwärtigkeit übte.

 

Yoga bereicherte mein Leben zum ersten Mal vor und dann während der Schauspielschule wieder und ist nun nicht mehr wegzudenken. Es führte mich zur Meditation und Achtsamkeitslehre. (MBSR)

 

 

Bald entdeckte ich, parallel zum Wirken auf der Bühne, das Unterrichten für mich. Menschen, deren Ziel es ist ihr berufliches oder privates Leben souveräner- ja präsenter zu gestalten- fanden zu mir oder ich zu ihnen- meine Trainingstätigkeit für Firmen und die vielfältigsten Zielgruppen nahm ihren Lauf. Nach der Geburt meiner beiden Töchter verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend darauf.

 

 

Es ist für mich jedes Mal aufs Neue beglückend zu erleben, wie sich die wahren Schätze der Schauspielkunst- die Werkzeuge für einen präsenten Körper, Atmung und Stimme, sowie die Tiefen unseres Innenlebens mit den Methoden und der Philosophie der Achtsamkeit kombinieren lassen und zu einer ganzheitlichen Beschäftigung mit dem Thema Präsenz verschmelzen. Damit Menschen auf Ihrem Weg zu mehr Ganzheit- ja Da-sein zu begleiten und zu inspirieren, ist mein Ziel und lässt mein Herz tanzen.

 

 

 

 

Dr. med. Johannes Bernard

 Arzt für Allgemeinmedizin und Osteopathie

 

 

 

Mentale und körperliche Übungen, Experimente und Herausforderungen begeistern mich seit meiner Jugend in Osttirol: Bewegung in der Stille wie bei einer Atemmeditation, Vibrationen bioenergetischer Übungen, Mantrensingen, elementare Naturerfahrungen oder schlichte Dehnübungen vor und nach dem Sport. Dieses Körperbewusstsein und Selbstachtsamtkeit gepaart mit einem großen Interesse für Gesundwerdung und -erhaltung veranlassten mich zum Studium der Medizin. Dabei lernte ich jedes Detail des Körpers kennen und dachte nach Abschluss, mir nun das ganze Körpermysterium erschlossen zu haben.

 

Unter anderem durch die Ausbildung  zum Osteopathen wurde mir mehr und mehr bewusst, wie und auf wie vielen Ebenen gesunde Körpterteile zusammenarbeiten. Die Hauptfrage der Osteopathie fesselte mich: "Wie beeinflusst die Funktion eines Körperteils wie Knie oder Leber seine Struktur? Und wie wirkt sich wiederum eine Änderung der Struktur auf die Funktion aus?"

 

Aus dieser Prägung stammt das Logo meiner Praxis: "weilalleszusammenhängt".

Die Hauptintention meiner Arbeit beschäftigt sich heute mit dem Thema: "Wo sind Blockaden im Körper und wie kann ich gesunde Bewegung auf die eingeschränkten Körperregionen ausweiten?"

Das Ziel von Asanas im Yoga ist das Auflösen von körperlichen Blockaden. Damit Energien, Prana oder Atem frei fließen können und sich der Yogapraktizierende ganz der Praxis hingeben kann, werden diese Blockaden durch gezielte Asanas, Pranayamas und Kriyas aufgelöst.

 

Damit die Yogapraxis Nutzen bringt und nicht zu weiteren Blockaden oder gesundheitlichen Schäden führt, ist eine gesunde Ausrichtung des Körpers notwendig. Mich fasziniert, was hinter dieser gesunden Ausrichtung steckt - Wie schone ich meine Gelenke in der Yogapraxis, besonders auch im Übergang von einem Asana zum nächsten? Welche Aufgaben übernimmt die Wirbelsäule, was tut ihr gut, was schadet ihr? Wie dehne, kräftige, stabilisiere und schone ich den gesamten Bewegungsapparat? - die grundlegenden Werkzeuge einer Hatha-Yoga Praxis.

 

Ich freue mich auf gemeinsame Bewegung.

 

 

 

 




Auf den Spuren des Menschseins

(Auszug aus Tagebuch und Diplomarbeit - "Eigene und zugeschrieben Identität - am Beispiel australischer Aborigine-Frauen", 2001, Nathalie)

 

Eungella National Parc. North Queensland. Australien. 2001

Zeremonierller Ort des Lebens und Sterbens, des Wachsens und der Innenschau für Aborigines. Ort der Wahrheit. Ort des Seins.

Wie viele Tage bin ich schon auf der Wanderschaft auf diesem uralten, fossilen, fruchtbaren Kontinent? Wie lange schon bloß in den Tag hineingelebt? Wie lange schon dürfen die Gedanken ruhen und nur wahrnehmen, was wahrgenommen werden will? Vergangenheitslos. Zukunftslos, Nomadin auf den Spuren des Menschseins. "Human Research".

Gaskocher, Schlafmatte, Kerosinlampe und Tagebuch sind wieder einmal die notwendigen Utensilien, die eine neue Umgebung in kürzester Zeit vertraut und zur Heimat machen. Gurgelnder Regenwaldbach, umsäumt von Palmen, Bäumen, Sträuchern, Feldern, Kühen.

Die Nacht befreit die Welt schonend und gleitend von ihrer Fassadenhaftgikeit und ihrem der-Form-Ausgeliefertsein. Sie breitet ihre ruhende Decken über den Kampf nach Idenität und Individualität. Sie schenkt Stille und tiefe Ruhe.

Mein Körper auf dem nackten, hießen Stein, der Blick auf den Curchillionen von Lichtern, die im weiten Raum aufflackern, der Geist ruhig und friedlich. Wandert ins Körperlose. Mein Geist, der körperlose Vagabund auf Reisen. Entgegen die Schwerkraft. Entgegen alle bisher bekannten Gesetze.

Sucht. Sucht nach einem Grund. Einem Grund für Kommunikation. Einem Grund für die ständige Sucht nach Austausch. Die Sucht nach Beschäftigung. Der Geist will Ruhe und findet sie nicht.

Was ist es nun also, was mich ausmacht, das ich bin? Muss mein Geist ständig gefüttert werden, um mich vor dem Wahnsinn zu schützen? Und ist das der einzige Grund, warum sich die da draußen erlauben dürfen, sich und ihre Ideen, ihre Politik, ihre Werbungen, ihre Produkte, ihre Arbeit und ihre täglichen Verrichtungen so wichtig zu nehmen, so laut anzupreisen?

Wer bin ich ohne sie? Bin ich wer ohne sie? Bin ich nur wer, weil sie mich dazu machen? Bin ich all die Filrme, die ich gesehen habe, und bin ich all die Werbeplakate, die mir in und durch den Kopf schießen? Bin ich alles Lob und alle Beschimpfungen? Und wie weit dann zur Endstation Wahnsinn, wenn sich niemand und nichts anbieten würde, meinem hungrigen Gesit Nahrung zu füttern?

 

Und dann. Nullpunkt. Nichts. Schön.

Mein Sein aufgelöst in der augenblicklichen Essenz des Menschseins. Nicht schlechter und nicht besser als alle. Ohne Schale, ohne Maske, ohne Außen- und Innenwände. Alle gleich. Einer geschickten Lüge entkommen und nichts mehr übriggeblieben als einem stellaren Fragezeichen, das sich durch sich selbst beantwortet.

Reinigung.

 

Und morgen wird der Weg in die Zivilisation wieder eingeschlagen. Werbeplaktate werden den Verstand ablenken, das Autoradio wird vorgeben, was ich zu denken habe, die Hotelpreise mir vorgeben, wo ich übernachten werden, das Wetter meine Stimmung beeinflussen, meine Mitmenschen werden die Themen des Tages bestimmen, die Politik, ob ich ein freier oder unfreier Mensch bin. Alle diese Einflüsse werden meine Gedanken lenken, Kommunikation hervorrufen und beurteilen, meine Identität, mein Ich von Neuem formen.